Alle guten Dinge sind drei, sagt ein Sprichwort. Wir wissen jetzt, es ist so.
Unsere dritte Blaue Reise war der Hammer. Es stimmte alles. Die Crew war wie immer nett, höflich, lustig und zuvorkommend. Das Essen war auch diesmal lecker und abwechslungsreich. Das Wetter war an Land zu warm, aber auf See ideal. Das Efes und der Raki wie immer gut, aber nicht ausreichend (es mußte wieder mal nachgeordert werden). Was diesmal aber auch passte, war die Reisegruppe. Es herrschte ständig Harmonie. Es war Ruhe, wenn es notwendig war, aber auch Stimmung am Abend, z.B. Alaz spielte Gitarre und Uli tanzte auf dem Tisch. Es war eine wunderschöne Woche, die uns sehr viel Spaß machte und wohltuende Erholung brachte.
Nach dem einchecken auf der Gulet „Akiş" schlenderten wir am Nachmittag durch die engen Gassen der Altstadt von Antalya. Natürlich fehlte auch der Besuch beim Berber (Friseur, Bild) nicht. Nach dem Abendbrot an Bord besuchten wir eines der vielen kleinen Restaurants auf der Stadtmauer Antalyas, welche den Hafen umringt.
Am nächsten Tag ging es dann endlich los. Nachdem wir den Hafen verlassen hatten, wurden die Temperaturen erträglich. Der Wind wehte erfrischend.
Unsere Route in dieser Woche führte von Antalya Richtung Westen bis zum Golf von Kekova. Wir fuhren entlang der lykischen Küste und ankerten in wunderschönen Buchten wie zum Beispiel vor Kemer, Olympos, Adrasan, Çayağzi (Bild). Hier konnten wir baden, schnorcheln oder einfach nur auf dem Deck relaxen. Während eines dreistündigen Landausflugs besichtigten wir die Felsengräber in Myra (Bild) und die Niklaskirche in St. Niclas (Bild). Die Fahrt auf der Gulet ging weiter bis zur versunkenen Stadt Üçağız. Wir bestiegen durch den Teil der Stadt, welcher nicht versunken ist, die Burg von Simena, Üçağız–kaş. Von hier aus hatten wir einen wunderschönen Blick auf den Golf von Kekova (Bild). In der Bucht vor der Stadt Kaleüçağız lagen wir wegen Motorschadens (Kupplung defekt) einen Tag vor Anker. Ein Teil der Reisegruppe machte einen Tagesausflug zur Schlucht Saklikent (Bild). Da wir diesen Ausflug schon 2003 gemacht hatten, blieben wir an Bord und beobachteten kritisch und skeptisch die Verfahrensweise türkischer Reparaturen. Da wir durch die Reparatur Zeitverzögerung hatten, traten wir in der Nacht um 01:30 Uhr die Rückfahrt an. Die Fahrt war sehr abenteuerlich. Wir schliefen wie jede Nacht mit unseren Schlafsäcken auf dem Deck. Durch den starken Wellengang schaukelte das Schiff so sehr, das man nur auf dem Bauch oder Rücken liegen konnte. Sonst rollte man zur Seite. Ab und zu bekam man Wasser durch die Gischt ins Gesicht. Um 09.30 ankerten wir dann endlich in der Bucht von Phaselis (Bild). Aber auch viele Tagesausflugsschiffe besuchen diese Bucht, dadurch war es sehr voll und laut. Am Nachmittag fuhren wir weiter nach Antalya, wo unsere Blaue Reise endete.
Im Hafen von Antalya angekommen, verbrachten wir den Abend in der Altstadt und in verschiedenen kleinen Restaurants.
Am nächsten Tag mußten wir schweren Herzens Abschied nehmen von der „Akiş“, dessen Crew und dem Rest unserer Reisegruppe.
Wir möchten uns nochmal recht herzlich bei allen Beteiligten für diese wunderschöne Woche bedanken. |