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Reiseberichte
Königssee
Bilder sind im Text mit [B] und Panoramen mit [P] gekennzeichnet. Man kann sich aber auch alle Bilder und Panoramen in der Diashow ansehen.
Unsere Wanderung (Hüttenwanderung oder auch Bergwanderung) um den Königssee im Juni 2004. Gut vorbereitet und gut ausgerüstet fuhren wir in das Berchtesgadener Land. Vor uns lagen ereignissreiche, abenteuerliche, gefährliche aber auch wunderschöne Tage.
1. Tag
Am ersten Tag fuhren wir mit dem Auto zum Parkplatz unterhalb der Jennerbergbahn. Mit der Jennerbergbahn fuhren wir ca. 30 min. in die Höhe. Von der Bergstation aus war es nicht mehr weit bis zum Gipfel des Jenner [B]. Der Gipfel war von Wolken eingehüllt. Die Wolken rissen einigemale auf, so das wir die Ausicht auf das Berchtesgadener Land für einige Sekunden genießen konnten. Vom Jenner ging es weiter zum Schneibsteinhaus [B]. Dort übernachteten wir.
2. Tag
Die ganze Nacht hatte es geregnet, aber als wir Früh aufstanden, lachte uns die Sonne an [B]. Nach einem deftigen Frühstück wanderten wir über den Unteren Hirschenlauf zur Gotzenalm. Unterwegs sahen wir Murmeltiere [B] und Gemsen [B]. Von der Gotzealm zum Ausblick Feuerpalfen sind es nur ein paar Minuten Fußweg. Vom Feuerpalfen hat man eine herrliche Aussicht auf den Königssee und St. Bartholomä [B].
3. Tag
Als wir am Morgen wach wurden regnete es. Wir wußten nicht so richtig ob wir weitergehen sollten oder warten. Aber der Hüttenwirt machte uns die Entscheidung leicht. Er hatte kein trockenes Holz und konnte nicht heizen. Also packten wir zusammen und machten uns trotz Regen auf den Weg zur Wasseralm. Der Regen ließ dann aber nach. An diesem Tag stießen wir das erstemal auf Schnee, was uns aber nicht überraschte. Wir überquerten Schneefelder, gingen entlang an steilen Abhängen und überquerten Holzbrücken [B] die durch Steinschläge und Schnee ganz schön angegriffen waren. Nach ca. 4 Stunden hatten wir es dann geschafft. Die Wasseralm lag in Ihrer Pracht vor uns [B]. Wir bekamen die Münder vor staunen kaum wieder zu. So schön und idyllisch hatten wir es uns nicht vorgestellt. Vom Wirt und seinem Helfer wurden wir herzlich empfangen und bekamen zum Empfang einen Grassl Gebirksenzian. Die Hütte auf der Wasseralm ist so wie man sich eine Berghütte vorstellt. Der Aufenthaltsraum [B] und der Schlafraum [B] sehr, sehr einfach aber urig und die Toilette als "Plumsklo" im Freien [B]. (Telefonnummer Wasseralm findet man hier)
4. Tag
Diese Nacht war empfindlich kalt. Wir hatten uns in unsere Schlafsäcke eingekuschelt und brauchten jeder noch vier Decken um warm zu bleiben. Als wir am Morgen aufstanden lag auf den Bergen um uns herum Neuschnee. In unserer Höhenlage regnete es aber. Nicht nur der Regen sondern auch die Gastfreundschaft des Wirtes und die superschöne und ruhige Lage der Wasseralm verhalf uns zur Entscheidung noch eine Nacht zu bleiben.
Am Vormittag ließ der Regen nach. Wir wollten aber nicht den ganzen Tag in und um der Hütte verbringen. Also packten wir unseren Rucksack und machten uns auf den Weg. Nun war nur der Weg unser Ziel. Der Weg führte uns über den sehr steilen Röthsteig an einer Felswand 600 m nach unten zur Fischunkelalm am Obersee und wieder zurück über den Röthsteig zur Wasseralm. Wir kletterten über Felsen [B] und nasse Holz- und Felstreppen [B] und durchquerten Wasserfälle [B].
5. Tag
Heute lag der längste, schwerste und wie wir später erkannten auch der gefährlichste Streckenabschnitt vor uns. Auf dem Weg zum Kärlinger Haus lag zu 95% des Weges Schnee. Er erreichte teilweise eine Höhe von ca. 2 m, war aber begehbar [B]. Die Wegmarkierungen waren sehr oft nicht zusehen, weil der Schnee sie verdeckte, und es zog Nebel auf. Wir konnten keine 50 m mehr sehen. Teilweise mußten wir aufpassen die Orientierung nicht zuverlieren. Als dann noch eine ca. 200 m breite Schlammlavine vor uns lag, dachten wir daran umzukehren. Das Risko der Überquerung war uns zu hoch, da sie noch völlig durchnässt war. Aber wir gingen voller Angst das Risiko ein, versanken bis zu den Knöcheln im Schlamm und kamen auf der anderen Seite glücklich an. Wir "kämpften" uns bis zum wunderschönen Schwarzsee [B] durch. Dort überholte uns eine Studentengruppe, welche den Weg zum Kärlinger Haus kannte. Deren Spuren konnten wir folgen, kamen vorbei am Grünsee [B] und ereichten nach gefährlichen und abenteuerlichen 5,5 Stunden mit nassen Schuhen und Kleidung unser Ziel.
Das Kärlinger Haus [B], oder auch Funtenseehaus, liegt am Funtensee [B] zu Füßen des Steinernen Meeres. Es ist aber schon mehr ein kleines Hotel als eine Berghütte.
6. Tag
Die Kleidung und Schuhe waren dank Trockenraum getrocknet und es ging wieder in den Schnee [B]. Da der Aufstieg ins Steinerne Meer eher ein Aufstieg ins Eismeer gewesen wäre, entschlossen wir uns für den Abstieg über die Saugasse [B] zum Königssee [P] und weiter nach St. Bartholomä [B]. Von dort fuhren wir mit dem Schiff zurück, gingen zu unserem Auto und suchten für die letzten vier Tage eine Bleibe. Wir fanden sie in Marktschellenberg.
 
An den letzten vier Tagen besuchten bzw. erwanderten wir:
- die Almbachklamm[B] [B]
- die wunderschönen Orte Berchtesgaden [B] [B] und Ramsau [B]
- das Kehlsteinhaus, oder englisch Eagles Nest [B] [P]
- die Toni-Lenz-Hütte, die Eishöhle [B] und den Gipfel des Berchtesgadener Hochthron [P] auf dem Untersberg
Jeden Abend aß ich eine leckere Schweinehaxe mit Knödel und Sauerkraut [B].

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