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Reiseberichte
ONR

Radtour auf dem Oder-Neiße-Radweg

Frankfurt (Oder) - Guben - Bad Musckau - Rothenburg - Görlitz - Zittau
Nach unserer Radtour entlang des Oder-Neiße-Radweges vor sechs Jahren von Frankfurt aus in Richtung Norden, ging es dieses Jahr in die südliche Richtung.
Ausgangsort war wieder Frankfurt (Oder). Unser Ziel war aus Zeitgründen (nur eine Woche Urlaub) nicht Nova Ves, wo der Radweg endet, sondern Zittau.
Unsere Etappenziele waren Guben, Bad Musckau, Rothenburg, Görlitz und Zittau. In Görlitz und Zittau waren wir zwei Tage.
Von Zittau fuhren wir über Cottbus nach Frankfurt (Oder) mit dem Zug.
Karte ONR
1.Etappe
Frankfurt (Oder) - Guben

Am Samstagmorgen verstauten wir unser Gepäck auf unseren Rädern und ab ging es in Richtung Süden.
Auf dem super ausgebauten Oder-Neiße-Radweg entlang der Oder, durch Oderwiesen und auf Oderdämmen fuhren wir bis Fürstenberg. Hier besichtigten wir die Altstadt und machten Rast in der Gaststätte des Fürstenberger Stadions.
Dann ging es weiter bis nach Ratzdorf. Hier verlassen wir die Oder und fahren weiter entlang der Neiße nach Guben.
In Guben wartete die große Überraschung. Da meine Frau an diesem Tag Geburtstag hatte, buchte ich in der Pension "Zur Neiße" zwei Zimmer. Dort angekommen warteten schon unsere Freunde Uli und Petra auf uns. Die Freude meiner Frau war groß und wir hatten einen gemütlichen gemeinsamen Abend incl. Geburtstagsfeier.
Guben ist ein kleines Städtchen. Es hat eine kleine Altstadt mit sehr wenig, keiner guten, Gaststätte. Man kann aber in Gubin (Polen) im Ratskeller, welcher gleich hinter der Grenze ist, gut essen.
2. Etappe
Guben - Bad Musckau

Nach der Verabschiedung von unseren Freunden war unser nächstes Ziel Bad Musckau.
In der Albertinenaue konnte man selber Edbeeren pflücken. Wir nutzten das für eine Pause und stopften uns voll Vitamine.
Der Weg führte uns wieter vorbei am Wasserkraftwerk Grießen, welches leider geschlossen war, zum Imbiss "Lehmann" direkt am ONR bei Briesnig. Hier verdient sich ein Rentner zusätzlich ein paar Cent und man kann in privater Atmosphäre gut eine Rast einlegen.
In Forst fuhren wir vorbei am Rosengarten. Uns reichte ein Blick über den Zaun. Rosenarten kennen wir nicht und wir wollten auf unserer Tour Natur genießen und keine künstlich angelegten Rosenbeete.
Kurz vor Bad Musckau, direkt am Radweg, findet man den Ziegenhof "Zur Wolfsschlucht". Hier gibt es leckeren, selbst hergestellten Ziegenkäse.
In Bad Musckau angekommen fanden wir Unterkunft im Haus "Roswita". Zum Ausklang des Tages machten wir einen ausgedehnten Spaziergang durch den Fürst-Pückler-Park.
3. Etappe
Bad Musckau - Rothenburg/O.L.

Als wir nach dem Frühstück in Bad Musckau losfuhren regnete es. Wir hofften natürlich, daß es nach ein paar Kilometern aufhören würde. Das tat es natürlich nicht. Fast drei Stunden peitschte uns der Regen ins Gesicht. Mal mehr und mal weniger. In diesen drei Stunden hatte ich ein paar mal die Schnauze gestrichen voll. Aber es war ja Gott sei Dank nur Wasser was da von oben kam :-).
Gut, nun wieder zu den schönen Dingen der Tour. In Steinbach verließen wir den ONR um in Rietschen den "Erlenhof" zu besichtigen. Leider konnten wir die Häuser nur von außen besichtigen, da der Erlenhof am Montag geschlossen ist. Die Gaststätte hatte aber geöffnet, so das wir uns bei einem warmen Essen und heißen Getränk aufwärmen und trocknen konnten.
In Rothenburg übernachteten wir in der Ferienwohnung im alten Pfarrhaus. Wir besichtigten die sehr kleine Altstadt, sie besteht eigentlich nur aus dem Markt, und das Martinshof Diakoniewerk.
Am Abend ging es zum Public Viewing, EM-Spiel Deutschland-Österreich. Der Pfarrer hatte auf seinem Hof eine Leinwand aufgestellt und verkaufte Bier.
Da die Ferienwohnung ohne Frühstück war, frühstückten wir am nächsten Morgen beim Fleischer Eichler direkt am Markt.
4. Etappe
Rothenburg/O.L. - Görlitz

Bei herrlichen Sonnenschein setzten wir unsere Tour fort. Etwas Abseits des ONR findet man eine Wasserscheide bei Geheege, die so beschrieben wird: Lieber Wanderer steh still vor diesen schönen Waldidyll, wo sich der Wasserarm hier trennt, der eine hin zur Ostsee fließt, der andere in die Nordsee sich ergießt.
Da die "Kulturinsel Einsiedel", auf der sich Kunst, Kultur und Natur verbinden, eher etwas für Kinder ist, schauten wir auch hier nur über den Zaun und fahren weiter.
In Görlitz angekommen bezogen wir unser Doppelzimmer im "Picco Bello". Görlitz erkundeten wir in zwei Tagen.
Am Ankunftstag verschafften wir uns durch einen Spaziergang durch die Altstadt einen groben Überblick. Am zweiten Tag liehen wir uns im Reisebüro "Schlesien Touristik Service" in der Neißstrasse das audio-visuelle iGuide für die Stadt Görlitz aus. Das ist ein Poket-PC mit Ohrhörern und einer Stadtführersoftware drauf, die einen mit Bild und Ton durch Görlitz führt. Die Führung dauert ca. 1,5 Stunden. Das Gerät kann man sich für 6,00 € für ca. 3 Stunden ausleihen. Das gute daran ist, wenn man mal eine Pause machen möchte, Eis essen, Kaffee trinken oder sich einfach nur hinsetzen, stellt man das Gerät auf Stop.
Somit erfuhren wir sehr viel über das Leben in Görlitz, die Hallenhäuser der Altstadt und das Rathaus (für die Häuser in die wir nicht reinkamen waren Bilder der Innenräume auf dem iGuide gespeichert), die Peterskirche und die Dreifaltigkeitskirche.
Abendbrot aßen wir sehr gut im "Rasputin", einem rustikalen russischem Restaurant in der Petersstrasse. Danach besichtigten :-) wir die alten Kneipen der Görlitzer Altstadt.
5. Etappe
Görlitz - Zittau

Als wir Görlitz verließen genossen wir einen Blick auf das Neißeviadukt und die Landskronbrauerei.
Auf halben Weg zwischen Görlitz und Zittau liegt das Zisterzienserinnenkloster St. Marienthal. Im Kloster besichtigten wir die Klosterkirche, die Bäckerei, ein Sägewerk, eine ehemalige Mühle und eine Brauerei.
Weiter ging unsere Fahrt entlang der Neiße durch Wälder Richtung Zittau. In Zittau angekommen besorgten wir uns ein Zimmer über die Zimmervermittlung im Rathaus, da sich eine eigene Suche als schwierig erwies. Ganz Zittau war ausgebucht und keiner wußte warum. In einer Wellneespension 6 km nördlich von Zittau war noch ein Zimmer frei. Also ging es 6 km zurück.
In der Pension in Wittgendorf angekommen erfuhren wir, dass hier der Hund begraben war, zu deutsch es gab nichts, nicht mal eine Gaststätte. Das hies also wieder nach Zittau. In der Altstadt von Zittau verlebeten wir dann einen schönen Abend, bevor es dann wieder die 6 km zur Pension zurück ging.
Auch in Zittau verbrachten wir zwei Tage. Am zweiten Tag fuhren wir zum Dreiländereck Deutschland-Polen-Tschechien. Ein gut ausgebauter Rundradweg führt über Deutschland Tschechien und Polen von mehreren Seiten an das Dreiländereck heran.
In Zittau besichtigten wir das Fastentuch in der Kreuzkirche, das Salzhaus, das Rathaus, das Dornspachhaus am Markt und bestiegen den Turm der St. Johanniskirche um den Ausblick auf Zittau und das Zittauer Gebirge zu genießen. Entgehen lassen sollte man sich auch nicht die Fleischerbastei Zittau mit der Blumenuhr und dem Meißner Porzellanglockenspiel.