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Reiseberichte
Hamra
 
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Das Weihnachtsfest und den Jahreswechsel 2005/2006 verbrachten wir mit unseren Freunden Uli und Petra aus Meerbeck im winterlich verschneiten Schweden. Im kleinen, 150 Einwohner zählenden Dörfchen Hamra. Hamra liegt am See "Hamrasjön" zwischen Mora und Sveg. In Hamra wohnten wir im Ferienhaus "Fuchsbau", welches Petra und Hilmar Wichmann, ein in Schweden lebendes deutsches Ehepaar, vermieten.
Am 21.12.2005 fuhr unsere Fähre von Kiel nach Göteborg. Mit den Autos ging es dann am nächsten Tag um 9.30 Uhr los, ca. 600 km Richtung Norden nach Hamra. Die Strassen waren teilweise spiegelglatt, aber mit vernünftigen Winterreifen geht das schon :-). Gegen 18.00 Uhr kamen wir in Hamra an. Wir wurden von Petra und Hilmar herzlichst empfangen.
In den nächsten zwei Wochen hatten wir phantastische Erlebnisse und genossen die Ruhe, den Schnee und die frische Luft.
Am ersten Tag fuhren wir mit Hilmar in den Wald und holten uns, mit Einverständnis des Försters, unseren Weihnachtsbaum. Wir gingen also liebevoll gesagt unseren Tannebaum pflücken :-). Dabei gab es natürlich Glühwein und Punsch.
Glühwein, Punsch, Grog und Tee waren in den nächsten zwei Wochen unsere ständigen Begleiter.
Mit Hilmars Unterstützung, mieteten wir uns für zwei Tage zwei Schneeskooter und machten damit Ausflüge, auf den gut gekennzeichneten Skooterwegen, in die Wälder und Moore der Umgebung. Auf dem See "Hamrasjön" konnten wir die Skooter dann mal richtig aufdrehen.
Ein Ausflug in den Järvzoo nach Järvsjö ist Pflicht wenn man in Hamra Urlaub macht. Dieser Zoo ist ein Gebirgszoo in dem man Rentiere, Elche, Wölfe, Luchse, Adler, Eulen und Uhus sehen kann. Am Weg durch den Zoo stehen zwei Hütten. In den man sich am Lagerfeuer aufwärmen und Stockwurst braten kann.
Der höchste Punkt in der Umgebung von Hamra ist der Hollberg mit 624 m. Von dort aus kann man bei schönem Wetter bis nach Norwegen schauen. Man fährt mit dem Auto ca. 30 Minuten und läuft dann noch mal ca. 15 Minuten bis zum „Gipfel“. Als wir das erste mal dort waren war es sehr trüb, so das wir keine Aussicht hatten. An einem schönen sonnigen Tag bestiegen wir dann wieder den Hollberg. Was uns diesmal dort erwartete kann man nicht beschreiben (am besten Bilder angucken). Man konnte soweit gucken, dass man den Horizont schon gar nicht mehr erkannte und die Bäume und Büsche waren voller Schneekristalle. Es war schön wie in einem Traum.
Während unseres Ausfluges zu den Hylstrommen absolvierten wir ein kleines Fitnesstraining. Es hatte wieder einmal geschneit und wir mussten 4 km durch ca. 30 cm hohen Schnee stapfen um an die Hängebrücke der Hylstrommen zu gelangen. Die Hängebrücke wurde erbaut um das Holz beim Flößen durch die Stromschnelle zu staken. Heute ist sie nur noch ein Ausflugsziel.
Wenn man in Schweden ist, darf natürlich eine Hundeschlittenfahrt nicht fehlen. Auch die organisierte uns Hilmar. Am Mittag des 01.01. trafen wir uns am Moor mit der Hundeschlittenführerin. Der Schlitten wurde vom Pickup gehoben und mit einem Abschleppseil an den Pickup gebunden. Die 10 Huskys wurden der Rangordnung nach angespannt. Nun wusste ich warum der Schlitten angebunden war. Die Huskys gingen ihrem Bewegungstrieb nach und zerrten und zogen an dem Schlitten. Dann ging es endlich los. Wir waren die Ersten die fahren durften. Nach ca. 3 m fuhren wir mit der rechten Kufe über einen mit Schnee bedeckten Stein und kippten um. Die Huskys blieben sofort stehen. Als der Schlitten dann wieder stand ging die Fahrt ruhig und gemütlich weiter. Wir fuhren eine große Runde durch das Moor und genossen dabei das lautlose Gleiten durch den weichen Pulverschnee.
Am letzten Tag genossen wir noch einmal die Ruhe, die Sonne und den tiefen Schnee bei einer dreistündigen Skiwanderung durch das Moor.
Nach zwei verschneiten, ruhigen und erholsamen Wochen mussten wir leider wieder unsere Sachen packen. Am 04.01. fuhr unsere Fähre von Göteborg nach Kiel.
Ach eins hätte ich beinah noch vergessen. Die Inge. Inge ist ein zahmes Reh. Hilmar hat es gleich nach seiner Geburt gefunden und es groß gezogen. Oder groß gesäugt? Die Mutter wurde von einem wilden Hund gerissen. Nun lebt es mit Petra, Hilmar, Hund Hunter und deren Gäste in Hamra. Nachtrag: Im Frühjahr 2006 ist die Inge zu Ihren Artgenossen in den Wald zurück gegangen und wurde nicht wieder gesehen. Schade!
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Bilder:
Tannebaum pflücken
Schneeskooter
Ausflug in den Järvzoo
Auf dem Hollberg
Hängebrücke über den Hylstrommen
Hundeschlittenfahrt
Skiwanderung
in und um den "Fuchsbau"
Inge, das scheue Reh
Winterimpressionen aus Schweden

Links:
Homepage des Vermieters: www.wichmann-schweden.de
Webcam in Mora: www.kamera.mora.se
Webcam in Sveg: www.svenskjagt.com